Trend of Business No. 6

September 2022

Keine Krise ist auch keine Lösung

HEUTE

ist ein ziemlich wichtiger Tag. Der Gestrige ist vorbei und der Morgige steht erst vor der Tür. Bleibt also nur noch das HEUTE, um etwas zu bewegen.

Mit dem „Trend of Business“-Newsletter erfährst Du zukünftig – alle 14 Tage – was im Verkauf, bei Deinen Kunden und im gesellschaftlichen Kontext HEUTE möglich ist.

Hier entsteht echter Content, der stets den Status Quo herausfordert. Nicht immer bequem, aber echt.

Jeder kennt das Gesetz der sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Und wir sind gerade dabei, die Register dieser Offenbarung nach allen Regeln der Kunst zu ziehen. Wir reden uns mit Volldampf in die Krise, bis sie endlich da ist. Dann klopfen wir uns bestätigend auf die Schulter, dass wir es ja alle haben kommen sehen.

Aber vielleicht ist es viel einfacher und eben nicht die Schuld von Corona, Krieg, Energiekrise und Inflation. Unsere Religion von “immer mehr, immer schneller und immer billiger“ hat uns den Glauben an die Stabilität des Systems geraubt. Wenn ein Krieg am Rande Europas oder schon ein einziger, den Suez-Kanal verstopfender Tanker, die Weltwirtschaft in eine Krise stürzen kann, ist nicht mehr viel übrig von unserem fragilen System-Kartenhaus.

Aus diesem Haus heraus rufen wir den Staat. Der druckt Geld, dass er nicht hat, verteilt es und wir tragen die Konsequenzen durch die Geldentwertung. Ehrlich jetzt?!

Alle Krisen offenbaren einen systemischen Defekt, eine Entfremdung von der Natur, von den Anderen, von uns selbst. Eine unheilige Allianz von enthemmten Wachstumswahn, Finanzkapitalismus und der Digitalisierungsüberforderung. Wie lange wollen wir uns, auch als Konsumenten, noch an die Just in time Mentalität klammern? Darf es nicht um eine sanftere Art des Wirtschaftens gehen: abzugeben – nachzugeben – hinzugeben und ja, vielleicht auch mal aufzugeben.

Franz Grillparzer hat es metaphorisch auf den Punkt gebracht: „Gebeugt erst zeigt der Bogen seine Kraft.“

Ich hätte da einen Vorschlag: Wie wäre es alternativ mal wieder mit in Vergessenheit geratenen Qualitäten zu punkten, um resilientere Strukturen zu schaffen: Weitblick, echte Qualität und authentische Kundenzufriedenheit.

DER MENSCH – WIR – DU und Ich lechzen danach, sich zu konsolidieren und die Wunden der letzten Jahre zu lecken. Nehmen wir uns die Zeit, uns neu zu ordnen. Es geht ja ohnehin nicht mehr so weiter! Und außerdem ist es nach der Krise immer schöner als vor der Krise.

Mit einem wohlwollenden Gruß

Euer Wolfgang Bötsch

www.netzwerkstrategie.com

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